DFI >> SCHULLEITUNG

CEO, VISIONÄRIN, SCHULLEITUNG

ODER FÜR DICH EINFACH: JESTA!

Wie lernt man jemanden richtig gut kennen? Indem man Fragen stellt. Aber nicht Fragen, die jeder Interviewer stellen würde. Wir wollten unsere Schulleitung mal richtig kennen lernen und haben deswegen die Students die Fragen stellen lassen. Ein mutiges Interview:

War Schulleitung jemals Teil eines Plans oder ist das einfach so passiert?

Es war nie in meiner Vorstellung und auch kein lang gehegter Plan. Aber als ich gefragt worden bin, die Design Factory zu übernehmen, dachte ich: das ist die perfekte Herausforderung. Diese Position ermöglicht mir, meine Berufserfahrung der letzten 20 Jahre anzuwenden und neue Wege zu gehen. Kreativität gepaart mit Designverständnis, Konzeption und Verantwortung, sowie der Umgang mit Menschen. Das alles in eigener Regie – ein Hauptgewinn.

An was sollen wir unbedingt denken, wenn wir in den ersten Job einsteigen?

Arbeit ist und macht Arbeit.
Überschätzt euch nicht – Demut und Respekt sind wichtig.
Macht euch vorher einen Plan, was ihr lernen und erleben möchtet. Schaut, dass ihr jemanden findet, von dem ihr möglichst viel lernen könnt, der euch protegiert und fördert. Geht, wenn es sich für euch nicht mehr richtig anfühlt, aber bleibt, so lange es Sinn macht.

Was ist die größte Herausforderung dabei, eine Schule am Laufen zu halten?

Immer einen Schritt weiter zu denken und zu handeln und dabei trotzdem den täglichen Wahnsinn im Auge zu behalten.

Wie lange bist du schon an der DFI?

Ich habe 1992 hier studiert, danach immer mal wieder unterrichtet und seit 2014 bin ich täglich hier.

Was trifft eher zu; Schulleiterin, Creative Professional oder Erzieherin?

Head of School & Creative Director.

Dumbledore oder Snape?

Unbedingt Dumbledore! 🙂

Ein schöner Moment an der DFI, der dir in Erinnerung geblieben ist?

Eine Abschlussparty, nach der ich morgens um 5 nach Hause kam, überwältigt von den positiven Komplimenten von Eltern und Ehemaligen. Ich habe mich gefreut zu sehen, dass die Design Factory einen ganz eigenen Spirit hat, der nicht in die Jahre gekommen ist, sondern gerade wieder ausschlägt.

Gefühl oder Kopf?

Generell Gefühl – aber bitte mit Verstand.

Serifen oder Serifenlos?

Gerne light und serifenlos.

Wo sind wir mit der DFI in 10 Jahren?

Die School of Visual Arts News York in Hamburg.

Berühmte Persönlichkeit, lebendig oder tot, wen möchtest du treffen?

John Hardy
Alexander McQueen
Marina Abramovié

Drei Essentials, ohne die Jesta Brouns nicht leben kann?

Parfüm
Kräuter
graue Wildlederstiefel

Warum machst du den Job überhaupt?

Weil ich eine starke Verbindung zur Design Factory habe. Als Schülerin der ersten Stunde ist es für mich wie nach Hause kommen. Ich möchte meine Leidenschaft für Kreativität und Design gerne weitergeben. Da ich selber die klassische Schulform als langweilig empfand, freue ich mich über die Möglichkeit, aus der Design Factory das College der heutigen Zeit zu machen. In dem junge Menschen ihre Persönlichkeit entwickeln können, ohne dass es ein richtig und falsch gibt. Kreativität benötigt Phantasie, Zeit, Inhalt und Emotion. Das Wissen, wo wir herkommen, was uns prägt und was wir verändern möchten und müssen, ist relevant. Ich glaube an Haltung und möchte eine Institution, in der Werte wichtig sind und gelebt werden.
Kurz: Wegen der Menschen, der Materie und der Möglichkeiten.

Ist das eingetroffen, was du dir am Ende deines Studiums von deiner beruflichen Zukunft erhofft hast?

Ich hatte nach meinem Abschluss keine Vorstellung, wie facettenreich die Ausbildung zum Kommunikationsdesigner ist. Ich habe einfach angefangen und bin den ersten Schritt gegangen. Ich wusste nicht genau, was ich machen wollte, aber sehr schnell, was auf keinen Fall. Danach ist alles anders und oft viel besser gekommen.

Vermisst du es manchmal, selbst kreativ tätig zu sein?

Ich vermisse vor allem die Zeit, die Kreativität benötigt, um kreativ sein zu wollen. Ich vermisse es, in einen Sog des Schöpfens zu kommen, der einen mitnimmt und einbettet und alles Andere vergessen lässt.

Welche Kreativdisziplin lag dir am meisten und wo war es schwieriger?

Ideen produzieren und neue Lösungen finden. Technik und das digitale Umsetzen sind nicht so meins.

Wie viele Schulhunde haben wir mittlerweile?

3 festangestellte und 3 freelancer.

Was schätzt du besonders an der DFI?

Die Offenheit für Neues.
Dass und was alles möglich ist.
Die tolle Mischung an Designern, Künstlern und Autodidakten, die mit Herzblut ihr Wissen weiter geben.
Ihre Unabhängigkeit, dass sie ständig im Wandel ist und sein kann.
Hier können Projekte entstehen, für die es sonst keinen Raum gibt.
Dass eine so friedliche, bunte Mischung an sehr unterschiedlichen Menschen zusammenkommt und sich befruchtet.

Welcher Track läuft zur Zeit bei dir rauf und runter?

Dauerberieselung für konzentriertes Arbeiten ist alles von Olafur Arnalds. Meistens läuft den ganzen Tag die selbe Spotifyliste. Ohne, dass ich es merke.
Gerade wieder entdeckt: Tricks // Valentine.

Überdenken oder Drauf los?

Als Jesta: drauf los // als Head of DFI: überdenken.

Was ist so gar nicht dein Ding?

Schlange stehen,
Gebrauchsanweisungen lesen und
schlechter Geschmack

Feierabend! Was jetzt?

Feierabend – echt jetzt? Familie – Freunde – Essen – Ausstellungen // Terrasse – Elbe – SPO – Drinks //

Du möchtest Jesta jetzt auch unbedingt persönlich kennen lernen? Dann melde dich zum Infogespräch an. So kannst du noch deine Fragen loswerden, die hier nicht beantwortet wurden. Termin vereinbaren unter: 040. 317 15 88